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Feb
03

Festplatte gelöscht – erste Hilfe

Der Betriebsunfall ist manchmal schneller passiert, als man denkt. Die Daten sind weg, die Files gelöscht. Falls lediglich vereinzelt Dateien aus Versehen entfernt werden, ist es mitunter nicht so tragisch, die Fach Wiederaufnahme rettet. Allerdings kann es vorkommen, dass auch ganze Partitionen der Harddisk auf Nimmerwiedersehen gelöscht werden. Es muss dabei nicht immer Fehler des Anwenders passiert. Auf Partitionen können sich auch aus anderen Gründen Fehler bemerkbar machen, das System arbeitet dadurch nicht mehr richtig. Der Trick ist es, diese Partitionen zu reparieren, ohne sie frisch zu formatieren. Fehlerhafte Festplattenpartitionen haben oftmals nur kleine Ursachen, wie ein Fehler in der Software oder ein Virenangriff. Auf diese Art kann sich der wichtige Master-Sektor verabschieden. Der ist aber wichtig für den Start des Systems und sorgt dafür das der Bootsektor geladen wird. Dort befinden sich wichtige Tabellen, zum Beispiel eine Gesamtübersicht über die Festplattenpartitionen oder über Ordner und Dateien. Ist diese Übersicht fehlerhaft oder nicht vorhanden, sind für den Computer die Files nicht mehr auffindbar, wohlverstanden, sie existieren noch. Dank verschiedenen Softwareprogrammen lassen sich diese Sektoren reparieren. Über die Suche im Netz findet man solche Programme. Die Suchbegriffe wie Disk Master führen zu Tools, die meistens in einer kostenlosen Demoversion erhältlich sind. Die Programme verfügen meistens über eine grafische Benutzeroberfläche, womit auch ungeübte Anwender keine Mühe haben, ihre Festplatte oder Festplattenpartition zu reparieren. Und dabei ist es unerheblich, ob eine Harddisk nach FAT oder dem NTFS-Standard formatiert ist. Die Wiederherstellung von gelöschten FAT-Partition ist immer leicht. Allerdings gilt: Unter dem NTFS-Standard sind die Chancen auf eine erfolgreiche Datenwiederherstellung grösser. Das hat damit zu tun, dass beim NTFS zurückhaltender fragmentiert wird und die Daten somit nicht so schnell überschrieben werden. Zusätzlich werden die Erfolgschancen weiter durch NTFS-Datenrettung erhöht, wenn man die Software von einem Drittcomputer oder von einer sogenannten BootCD laufen lässt. Auf diese Art können tatsächlich sämtliche Regionen einer Festplatte abgesucht werden. Nach abgeschlossener Suche zeigt das Programm die jeweiligen verlorenen Dateien- und Partitionstabellen an. Per Mausclick lassen sich die defekten Sektoren wieder ersetzen oder reparieren, dadurch werden neue Dateiverzeichnisse angelegt und der Rechner findet sich sozusagen wieder zurecht. Bessere Programme erlauben zudem, eine Boot CD anzulegen. Zudem ist es dann möglich, Partitionen zu verändern oder neu aufzuteilen, und die Harddisk lässt sich defragmentieren. Damit kann die Leistung des Computers verbessert werden. Hat man mit einer Software keinen Erfolg, kann man es mit einem zweiten versuchen, da jedes Programm etwas anders arbeitet. In jedem Falle aber ist es wichtig, mit dem Wiederherstellungsvorgang so schnell wie möglich zu beginnen. Sprich, sobald man den Fehler auf der Festplatte oder den Datenverlust bemerkt hat. Versucht man stattdessen, mit dem Computer weiterzuarbeiten, erhöht man die Gefahr, dass entscheidende Informationen gelöscht werden.
Ein guter Schutz gegen solche Szenarien sind regelmässige Backups. Diese können auf einem zusätzlichen Laufwerk durchgeführt werden und sogar auch online. Verschiedene Dienstleister bieten Webspace an. Die Backups werden von alleine durchgeführt. Dies dauert beim ersten Mal etwas länger, auch bei einer schnellen Internetverbindung. Doch ist das erste Backup einmal abgelegt, so müssen nur noch die jeweiligen Änderungen gesichert werden. Das ist eine schnelle Sache.

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